Leidenschaften

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Es ist so eine Sache mit den Leidenschaften. Da beginnt man ganz harmlos im Herbst damit, ein wenig auf einen Berg zu gehen, ganz ohne Hintergedanken. Und ein paar Monate später ertappt man sich dabei, jeden zweiten Tag oben zu sein. Bei jedem Wetter. Und auch gerne nachts. Und plötzlich erkennt man, dass das geil ist. Es ist jedes Mal eine Umpolung. Wichtig wird unwichtig, nebensächliches gewinnt an Bedeutung. Anstrengung verhilft zur Klarheit, unsicherer Tritt zwing dich in die Präzision. Auch die Seele kann endlich Ruhe geben, bei den Gefühlen trennt sich die Spreu vom Weizen. Chancen kristallisieren sich ganz klar heraus. Inzwischen ist es so, dass es mich immer stärker und immer öfter nach draussen zieht. Ein Tag ohne Wald und Berg wird als Leerlauf klassifiziert, ungeduldiges Warten auf den nächsten Ausbruch. Und langsam beginnt sich der Körper auf die neue Herausforderung einzustellen, verlangt nach mehr. Und das wird er kriegen, hell yeah!
Und die Sehnsucht kommt zurück. Nach dem wilden, schroffen Norden. Nach dem Gefühl, allein zu sein – soweit man sehen kann. Nach dem Geruch der Fjorde, dem unbeschreiblichen Licht der Mitternachtssonne. Ich komme wieder, ich spüre es.

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